Lithium tötet Bienenkiller

Eine Zufallsentdeckung könnte die Zukunft der Honigbiene sichern: Das Metall Lithium scheint gegen ihren gefährlichsten Parasiten zu wirken.

von Lars Fischer bei Spektrum.de

Wie Ziegelmann berichtet, handelt es sich um eine Zufallsentdeckung: Die Gruppe arbeitete an einem Präparat, das RNA-Interferenz gegen die Milbe nutzen sollte. Der Versuch funktionierte, allerdings wirkte eine Testlösung mit unwirksamer RNA genauso gut. Als Ursache erwies sich, heißt es in der Publikation, das bei der Produktion eingesetzte Lithiumchlorid – gezielte Versuche mit dem Präparat bestätigten den Befund. Insbesondere starben die Milben schneller, je mehr Lithium die Bienen erhielten. Diese Dosis-Wirkungs-Beziehung gilt als wichtiges Indiz dafür, dass der beobachtete Effekt auf eine echte Wirkung zurückgeht. Gleichzeitig zeigte sich bei den behandelten Bienen keine höhere Sterblichkeit als in der Kontrollgruppe. Unklar ist bisher noch, worauf die Wirkung des Metalls beruht. Deshalb wird es bis zum Einsatz von Lithium-Präparaten gegen die Milben noch eine Weile dauern.

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