Frühjahr

Die Altvölker haben in 2 Zargen überwintert. Wichtig ist nun, die Nahrungsvorräte zu kontrollieren. Denn ab Anfang März legt die Königin einige Hundert Eier pro Tag. Ihre Legeleistung steigt stetig an. Mitte März pflegt ein Volk über 10.000 Brutzellen. 21 Tage später, also nach der Entwicklungszeit von 3 Tagen Ei, 6 Tagen Larve und 12 Tagen Puppe, schlüpfen dann täglich Hunderte von Jungbienen. 500 füllen eine halbe Wabengasse. Sie ersetzen die alten Winterbienen.

Doch Futtermangel kennen sie jedoch normalerweise nicht, die 20 Waben boten im Herbst schließlich reichlich Platz für großzügige Futtergaben.

Die Hälfte meines Bestandes sind Jungvölker aus dem Vorjahr, die in einer Zarge überwintert haben. Meist haben alle bis zur Zeit der Salweidenblüte schon den ersten großen Satz Jungbienen erbrütet. Bei gutem Wetter herrscht nun reger Betrieb von Pollensammlerinnen am Flugloch. Beim Blick von oben in die Zarge sitzen die Bienen locker meist schon in nahezu allen Wabengassen, häufig ist sogar von oben verdeckelte Arbeiterinnenbrut zu erkennen. Also Zeit für die Erweiterung, sonst platzen Einzarger schnell aus allen Nähten.

Ist noch bis in den April bienenwidriges Wetter vorausgesagt, muss unter Umständen noch einmal 5-7 kg „Treibstoff“ zur Verfügung stellen. Er wird in Form von Futterwaben aus zu gut versorgten Völkern entnommen und an den Rand der Erweiterungszarge gehängt.