BUND e.V. zum Weltbienentag

heute ist Weltbienentag. Passend dazu ist der Schutz der Bienen heute Thema in einer Sitzung der EU-Kommission. Doch das ist kein Grund zum Feiern. Eigentlich wollten die Politiker*innen heute eine wichtige Entscheidung für mehr Bienenschutz treffen. Auf Druck von Chemiekonzernen und einigen Mitgliedsstaaten hat die Kommission diese bedeutsame Entscheidung jedoch ausgesetzt.
 
Ursprünglich sollte der bereits im Jahr 2013 erarbeitete Bienenleitfaden verabschiedet werden, mit dem strenge Regeln zum Bienenschutz bei der Zulassung von Pestiziden verankert werden sollten. Doch statt eine klare Entscheidung für die Einführung dieser Leitlinie und damit für einen besseren Schutz für Bienen zu treffen, läutet die Kommission nun einen zweijährigen Konsultationsprozess ein. In diesem Prozess werden sowohl die EU-Bürger*innen als auch verschiedene Gremien zur Zukunft des Bienenschutzes befragt. Damit wird die Einführung der strengen Bienenleitlinie von 2013, durch deren bisher einmalige Anwendung drei Neonicotinoide verboten wurden, weiter verzögert. Stattdessen bleibt die deutlich schwächere Leitlinie von 2002 in Kraft. Sie ist absolut unzureichend, um unsere Bienen vor schädlichen Pestiziden zu schützen.
Über 230.000 Stimmen für einen besseren Bienenschutz
Der BUND sagt: Wir sind auf Wild- und Honigbienen sowie andere Bestäuberinsekten angewiesen, um Früchte, Gemüse und Getreide ernten zu können. Darum dürfen bienen- und insektenschädliche Pestizide gar nicht erst zugelassen werden. Sonntagsreden zur Wichtigkeit des Insektenschutzes reichen nicht aus, wir müssen jetzt auf europäischer Ebene handeln. Wir brauchen eine starke Entscheidung der EU.
 
Deswegen haben wir gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation SumOfUs über 230.000 Unterschriften an alle Agrarminister*innen der EU-Staaten überreicht. Sie sollen sich für eine strenge Bienenleitlinie einsetzen, um den Insektenschutz bei der Zulassung von Pestiziden zu stärken.
 
Wir fordern nicht nur auf europäischer Ebene, sondern auch von der deutschen Bundesregierung mehr Schutz für unsere Insekten. Sie haben sich dafür bereits mit Ihrer Teilnahme an unserer Aktion “Lass Brummen! Eine Zukunft für Insekten” starkgemacht.  Wenn Sie möchten, dass sich noch mehr Menschen für den Schutz unserer Bienen und anderer Insekten einsetzen, teilen Sie unsere Aktion mit Ihren Freund*innen und Bekannten.

So können Sie helfen: Bitte verbreiten Sie unseren Aufruf www.lass-brummen.de bei FacebookTwitter oder per E-Mail. Vielen Dank!
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